Stadt Bonn, ab 27.05.2018, 30 Tage

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Helmuth Macke - Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden

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LVR-LandesMuseum Bonn / Rheinisches Landesmuseum für Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte

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MUSEUM AUGUST MACKE HAUS

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Helmuth Macke - Im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden
18.03.2018 - 17.06.2018

Ausstellung

Beschreibung

Der 125. Geburtstag und 80. Todestag des Expressionisten Helmuth Macke (1891–1936) sind Anlass für einen neuen Blick auf sein Schaffen. 1891 in Krefeld geboren, ertrank der Künstler 1936 auf tragische Weise bei einem Bootsausflug im Bodensee. Die Ausstellung zeigt nun Helmuth Macke erstmals im Kontext seiner expressionistischen Künstlerfreunde und verortet ihn als Teil der damaligen Avantgardeszene. Die Präsentation im Museum August Macke Haus bildet den Abschluss einer Ausstellungstournee, die im Herbst 2016 in Konstanz begann.

Von seinen Künstlerfreunden wurde Helmuth Macke hochgeschätzt. In seiner Heimatstadt Krefeld war er durch seinen Lehrer Johan Thorn Prikker und das fortschrittliche Ausstellungsprogramm des Krefelder Museums früh mit den modernen Kunstströmungen vertraut. Seinen Kommilitonen Heinrich Campendonk und Wilhelm Wieger blieb er zeitlebens verbunden, ebenso dem väterlichen Freund Heinrich Nauen.

In intensivem Austausch war er mit seinem Vetter August Macke und befreundete sich während des einjährigen Aufenthalts in München und Umgebung mit Franz und Maria Marc sowie den Akteuren der Münchener Kunstszene im Umkreis der Neuen Künstlervereinigung und des Blauen Reiters. Wenig später tauchte er in Berlin in den Kreis der Künstlergruppe Brücke ein. Vor allem mit Erich Heckel hatte er engen Kontakt, Karl Schmidt-Rottluff wurde später sein Trauzeuge. »Sie gehörten alle zueinander: Franz, August und Helmuth, und wenn man an den einen denkt, denkt man an sie Alle, an ihre Freundschaft und Gemeinschaft, an ihre Wünsche und Ziele«, so formuliert Elisabeth Erdmann-Macke, die Witwe August Mackes, ihre Erinnerung an eine aufregende Zeit.

Helmuth Macke hat ein eigenständiges, ausdrucksstarkes Werk geschaffen, expressives Landschaften, Porträts und Stillleben gemalt. Und doch ist er, der jüngste in diesem Kreis, beinahe in Vergessenheit geraten. Die Ausstellung wirft einen neuen Blick auf den Künstler, beleuchtet seine Persönlichkeit und seinen Werdegang im künstlerischen Dialog, unter anderem mit Heinrich Campendonk, Wilhelm Wieger, Heinrich und Marie Nauen, August Macke, Franz und Maria Marc, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel, Max Pechstein und Hans Thuar.

Vom frühen Werk, in dem sich auf faszinierend experimentelle Weise die expressionistische Phase ankündigt, geht der Blick auf die 1920er Jahre mit einer reifen, sich später zum Lyrischen wendenden Werkgruppe von Gemälden und Aquarellen. Abgerundet wird die Präsentation durch die auf Reisen entstandenen Bilder sowie die Werke der letzten Jahre aus Hemmenhofen am Bodensee, wo sich in den 1930er Jahren eine Kunstszene des inneren Exils entwickelte.

Helmuth Mackes Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen im Kontext mit seinen kunsthandwerklichen Arbeiten eröffnen die Sicht auf ein ebenso faszinierendes wie vielfältiges Werk, darunter bisher noch nie gezeigte Arbeiten. Erstmals wird im Rahmen dieser Ausstellungstournee ein von Helmuth Macke eigenhändig bemaltes achtteiliges Schlafzimmer-Ensemble museal präsentiert.

Ein reich bebildertes Buch, herausgegeben von Ina Ewers-Schultz und erschienen im Wienand-Verlag in Köln, dokumentiert das Schaffen des Künstlers. 25,00 Euro an der Museumskasse.

Link zur Ausstellung:

www.august-macke-haus.de

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