Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

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Das LAMOA präsentiert: Mülheim/Ruhr und die 1970er-Jahre
10.09.2017 - 04.02.2018

Ausstellung

Beschreibung

Eine Ausstellung von und mit Alice Könitz
und Yukako Ando, Harry Dodge, Andreas Fogarasi, Peter Könitz, Julia Kröpelin, Sonia Leimer, Wolfgang Liesen, Christian Kosmas Mayer, Allison Miller, David Polzin, Stephanie Taylor, Jörg Wagner, Stefan Wissel und Alexander Wolff
Alice Könitz gehört zu den bedeutenden zeitgenössischen KünstlerInnen, die das Ruhrgebiet hervorgebracht hat. 1970 in Essen geboren, verbrachte die Tochter des Bildhauers Peter Könitz ihre Kindheit und frühe Jugend in Mülheim an der Ruhr. 1996 wurde sie mit dem Förderpreis des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.
Nach dem Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf (Meisterschülerin von Tony Cragg) führten sie ein DAAD-Stipendium und ein Studium am California Institute of the Arts (CalArts) in die Kunstmetropole Los Angeles, wo sie bis heute lebt und arbeitet.
An der Westküste der USA entwickelte Alice Könitz ein umfangreiches Werk, das skulpturale Objekte, Filme, Zeichnungen und Collagen umfasst. Für ihre Werke, die sie im weitesten Sinne als „konzeptuelle Skulpturen“ verstanden wissen will, greift sie auf einfache und alltägliche Materialien zurück. Bezugnehmend auf konkrete Orte, Situationen und Räume verhandeln ihre Arbeiten sowohl das Private als auch das Öffentliche. Vielfach bewegen sie sich an der Schnittstelle von Architektur und Design.
2012 konzipierte sie auf kleinstem Raum das Los Angeles Museum of Art (LAMOA). LAMOA ist ein experimenteller Ausstellungsraum, den die Künstlerin als variable “Plattform“ für eine partizipatorische künstlerische Praxis beschreibt. 2014 wurde das Los Angeles Museum of Art als Teil der Made In LA Biennale am UCLA Hammer Museum mit dem Mohn Award für herausragende künstlerische Leistungen (Artistic Excellence) ausgezeichnet.
In Deutschland ist Alice Könitz noch zu entdecken. Die Rückkehr in ihre frühere Heimatregion war der Anlass für eine künstlerisch reflexive Aufarbeitung persönlicher und topographischer Geschichte. In dieser von ihr konzipierten und kuratierten Ausstellung verbindet sie zwei Ausstellungen: Während sie in einem Ausstellungssaal eigene Arbeiten präsentiert, führt sie als Betreiberin des LAMOA im anderen Raum Künstler und Künstlerinnen aus Amerika und Europa zusammen. Verbindendes Element in beiden Räumen ist ein Display-System, das gleichsam auch als skulpturale Arbeit gesehen werden kann.
Die von ihr vorgenommene Auswahl der KünstlerInnen beruht zum einen auf die biografische Nähe zu Mülheim und Düsseldorf wie zum anderen auf die Nähe zu zeitgenössischen Künstlern in Europa und den USA, mit denen sie ähnliche Interessen und Haltungen sowohl auf formaler wie auf konzeptueller Ebene teilt. Bis auf Wolfgang Liesen und Peter Könitz, die als Vertreter einer anderen Generation ihre frühen Jahre begleitet haben, sind KünstlerInnen zusammengeführt, zu denen eine Zeitgenossenschaft besteht. Einige, wie Andreas Fogarasi, Sonia Leimer, Stephanie Taylor und Jörg Wagner haben bereits im LAMOA in Los Angeles ausgestellt.
»Vermutlich wird man«, so Alice Könitz, »die leichte Ironie des Titels wohl erst beim Besuch der Ausstellung verstehen.«

Link zur Ausstellung:

www.kunstmuseum-mh.de

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