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LOCATION:Mühlenend 1\, 52445 Titz-Rödingen
DESCRIPTION:Bild-Vortrag und moderiertes Gespräch am Weltfrauentag  mit Monika Grübel und der Familie von Ellen Eliel-Wallach\n\nEllen Eliel-Wallach ist am 3. September 2019 im Alter von 91 Jahren in Amsterdam gestorben. Zehn Jahre zuvor war sie unser Ehrengast bei der Eröffnung des LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen. Ellen Eliel-Wallach war ihrer Großtante „Billchen“, die bis 1934 in Rödingen wohnte, und damit dem Rödinger Gebäudeensemble eng verbunden.\n\nMit der Veranstaltung am Weltfrauentag möchten wir an das Leben von Ellen Eliel-Wallach erinnern. Wir freuen uns sehr, dass ihre Tochter und ihr Sohn und weitere Angehörige dafür extra nach Rödingen anreisen und über ihre Mutter sprechen werden. \n\nDer Familie von Ellen Eliel-Wallach wurde durch die Deutschen unendlich viel Leid zugefügt. Umso dankbarer sind wir, dass sie bereit war, uns über ihr Schicksal und das ihrer Familie zu berichten. Das war nicht immer leicht, denn es sind viele bedrückende und belastende Erinnerungen: die Flucht in die Niederlande, die Deportation in verschiedene Lager seit Dezember 1942, der gewaltsame Tod der Großtante Sibilla Ullmann und die Ermordung des geliebten Vaters Richard Wallach in Auschwitz. Dann der schwere Neubeginn in Amsterdam nach 1945. \n\nDurch viele Gespräche und Begegnungen war es uns möglich, die Geschichte der Familie Ullmann vom Ende des 18. Jahrhunderts bis heute im LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen vorzustellen. Es ist eine individuelle Familiengeschichte, die aber auch beispielhaft für viele rheinisch-jüdische Familien steht. Durch die Geschichte der Familie Ullmann erhalten unsere Besucher*innen Einblicke in „Jüdisches Leben im Rheinland“ vom 18. Jahrhundert bis heute. Dabei war Ellen eines besonders wichtig: Dass wir Kindern und Jugendlichen diese Geschichte erzählen und ihnen vermitteln, wohin es führt, wenn Menschen ausgegrenzt und entrechtet werden, nur weil sie jüdisch sind.\n\n„Ich hoffe, dass viele Schulkinder hierher kommen, sich das Haus und die Synagoge ansehen und den Jugendlichen erklärt wird, wie Juden auf dem Land gelebt haben. Es soll ein Ort der Besinnung und Erinnerung sein.“\n(Aus der Rede von Ellen Eliel-Wallach bei der Eröffnung des LVR-KULTURHAUS 2009)\n\nTrotz der vielen und leidvollen Erfahrungen war Ellen ein humorvoller Mensch. Beim Erzählen verfiel sie gelegentlich in die rheinische Mundart ihrer Kindheit. Und immer wieder haben wir auch mit ihr über die Widrigkeiten des Alltagslebens gelacht.\nMit dieser Veranstaltung wollen wir Ellen Eliel-Wallach ehren und ihrer Familie für die immer konstruktive Unterstützung unserer Arbeit danken! \n\nEintritt 3,- Euro (inkl. Besichtigung der Gebäude und der Dauerausstellung)\nUrenkelin des Rödinger Synagogenerbauers
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SUMMARY:In Memoriam Ellen Eliel-Wallach (1928–2019)
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