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LOCATION:Helmut-Kohl-Allee 2\, 53113 Bonn
DESCRIPTION:2003 gründete Agnes Meyer-Brandis das FORSCHUNGSFLOSS FFUR, eine sich ständig verändernde Meta-Installation in Form eines Institutes für Kunst und subjektive Wissenschaft. Unter seinem Namen baut sie fortwährend ihre Werkreihe "Tools To Search" aus. Für das Kunstmuseum Bonn entwickelte die Künstlerin eigens eine immersive Video- und Rauminstallation. Die Werkgruppe ist charakteristisch für das Schaffen von Meyer-Brandis, das sie selbst als "Wanderung an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, Natur und Kultur, Fakt und Fiktion" beschreibt.\n\nFür das ausgestellte Projekt arbeitete Meyer-Brandis eng mit dem Berliner Max-Planck-Institut zusammen und entwickelte die "Micro?uid Oracle Chip & Autopoesis Answering Machine" (MCO & AAM): ein sehr kleines kybernetisches Zeichensystem, das nur mit Hilfe eines Mikroskops beobachtet werden kann. Meyer-Brandis nutzt es als Orakel, das von winzigen Tröpfchen getrieben wird. Wie Blut durch Venen oder Saft durch eine P?anze ?ießen diese Tröpfchen durch Linien von Text: Are these beautiful Data? Did I drink enough? Did I switch off the osmometer? Can we reproduce this? – Dies alles sind Fragen von an den Versuchsanordnungen beteiligten Wissenschaftler*innen, die Meyer-Brandis mikroskopisch klein handschriftlich aufgeschrieben hat. Das Orakel bleibt keine Antwort schuldig.\n\nAgnes Meyer-Brandis (*1973 in Aachen) studierte Mineralogie an der RWTH Aachen, Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf und Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise, unter anderem 2018 eines der Arbeitsstipendien der Stiftung Kunstfonds Bonn. 2019 war sie mit ihren Werken in Ausstellungen u.a. im Centre Pompidou, Paris, im FOMU, Antwerpen, und im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin vertreten. Agnes Meyer-Brandis lebt und arbeitet in Berlin.\n\n"AUSGEZEICHNET" ist ein gemeinsam mit der Stiftung Kunstfonds konzipiertes Ausstellungsformat. Fünf Jahre lang bespielen jeweils im Herbst ehemalige Stipendiat*innen des Kunstfonds einen Raum in der Sammlung im Kunstmuseum Bonn. Den Auftakt bildeten 2016 Mischa Leinkauf und Matthias Wermke, die per Foto und Video ihre Aktionskunst dokumentierten. 2017 re?ektierte die Fotografn Viktoria Binschtok im zweiten Teil der Ausstellungsreihe das Medium Fotografe. Mit Frauke Dannert rückte 2018 das installative und collagierende Arbeiten in den Mittelpunkt. In der aktuellen Ausgabe betreibt Agnes Meyer-Brandis künstlerische Forschung im Grenzbereich zwischen Kunst und Naturwissenschaft.
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SUMMARY:AUSGEZEICHNET #4. Stipendiaten der Stiftung Kunstfonds - Agnes Meyer-Brandis
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